12.07.2010: Santander erwirbt Retailgeschäft von SEB in Deutschland
Banco Santander und Skandinaviska Enskilda Banken AB (SEB) haben vereinbart, dass die Santander Consumer Bank AG, Mönchengladbach, das Retailgeschäft der SEB in Deutschland für rund 555 Mio Euro übernimmt.
In Deutschland ist Santander führend in der Konsumgüterfinanzierung. Der Erwerb ergänzt das Geschäft um ein breiteres Retailgeschäft. So wird sich die Zahl der Filialen in Deutschland fast verdoppeln. SEB bringt eine Million Kunden mit, darunter 10.000 kleine und mittlere Unternehmen. In Deutschland hat SEB 173 Filialen. Das Kreditvolumen beläuft sich 8,5 Mrd Euro, davon entfallen 82 Prozent auf Hypotheken. Die Einlagen im SEB-Retailgeschäft betragen 4,6 Mrd Euro.
"Der deutsche Markt Deutschland ist einer der Kernmärkte für Santander", sagte der Chairman der Banco Santander, Emilio Botín, und weiter: "Diese Übernahme ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, um unser Ziel zu erreichen, auf dem größten Markt in Europa eine fullservice Retailbank zu werden."
"Mit SEB eröffnen sich uns ganz neue Möglichkeiten", so Ulrich Leuschner, Vorstandsvorsitzender der Santander Consumer Bank. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die Potenziale der Übernahme umsetzen und die Herausforderungen wiederum erfolgreich meistern werden. Das haben wir bereits bei der Integration von GE und RBS unter Beweis gestellt."
Die Santander Consumer Bank in Deutschland hat 176 Filialen und sechs Millionen Privatkunden. Sie arbeitet insgesamt mit mehr als 45.000 Händlern zusammen. Der Marktanteil im Ratenkreditgeschäft in Deutschland beläuft sich auf 14,0 Prozent. Die Kundenforderungen beliefen sich Ende 2009 auf 22,315 Mrd Euro. Die Santander Consumer Bank trug 2009 insgesamt 385 Millionen Euro zum Nettogewinn der Gruppe bei.
Die Transaktion soll im Jahr 2011 abgeschlossen werden; sie unterliegt noch verschiedenen aufsichtsrechtlichen Genehmigungen.
