Checkliste Hauskauf – Schritt für Schritt zum Immobilienkauf

Ein Haus kaufen ist für die meisten von uns eine seltene Angelegenheit. Wir zeigen Ihnen, was Sie beim Erwerb einer Immobilie beachten sollten.

Eine Immobilie kaufen – so gehen Sie am besten vor!

Juli 06, 2021

Lesedauer: 0 Minuten

Ob Wohnung, Haus oder Doppelhaushälfte – den Traum vom Eigenheim haben viele. Doch die Erfüllung hängt von vielen konkreten Faktoren ab. Vor allem von der realistischen und professionellen Planung.

Wir helfen Ihnen anhand einer Checkliste, den für Sie passenden Weg zu finden und geben Ihnen Antworten auf folgende wichtige Fragen, die allen Kaufwilligen zum Teil unruhige Nächte bereiten:

  • Will ich überhaupt Eigentümer sein?
  • Kann ich mir das leisten?
  • Welche Wohngegend ist die richtige für mich?
  • Wie finde ich die für mich passende Immobilie?
  • Worauf muss ich bei der Hausbesichtigung achten?
  • Wie finanziere ich das konkrete Objekt?
  • Wann bin ich denn nun endlich Eigentümer?

Eigentum verpflichtet – will ich das überhaupt?

Natürlich bietet das Wohnen im eigenen Heim eine Menge Vorteile: Schluss mit den lästigen Mietzahlungen jeden Monat. Schluss mit den drohenden Mieterhöhungen. Schluss mit der Gefahr, dass der Vermieter gar selbst in seine Immobilie einziehen möchte. Doch fragen Sie sich zu Beginn Ihrer Überlegungen, eventuell ein Haus zu kaufen: Will ich mich dauerhaft binden? Will ich die Verantwortung für (m)eine Immobilie übernehmen? Im Grundgesetz heißt es: Eigentum verpflichtet – und das bedeutet für den Hausbesitzer in erster Linie finanzielle Verpflichtungen. Vielleicht planen Sie ja, beruflich einmal längere Zeit ins Ausland zu gehen? Dann kann eine Immobilie auch ein Klotz am Bein sein.

Checken Sie Ihre Finanzen!

Sie haben den Entschluss gefasst? Dann kommt der Kassensturz. Machen Sie sich ein klares Bild Ihrer finanziellen Situation – also über ihr momentanes Vermögen – und überprüfen Sie die monatlichen Einnahmen und Ausgaben gründlich. So ergibt sich ein für Sie erreichbarer Kaufpreis. Diese Summe ist schon der erste Schritt hin zu einer engeren Wahl: Genügt das Budget für eine Eigentumswohnung, ein Reihenhaus oder ein freistehendes Objekt?

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Kaufpreis vs. Kaufnebenkosten

Achten Sie auch darauf, dass zum Kaufpreis für die Immobilie immer noch weitere Kosten in Höhe von bis zu 20 Prozent hinzukommen können. Diese sogenannten Kaufnebenkosten bestehen in erster Linie aus der Grunderwerbssteuer, den Notarkosten sowie den Grundbuch- und möglichen Maklergebühren. Hier erfahren Sie mehr zu den Kaufnebenkosten.

Renovierung, Umzug und Einrichtung

Weitere Kosten, die über den Kaufpreis hinaus anfallen und deshalb eingeplant werden sollten, sind Renovierungskosten für die bisherige Behausung sowie die Umzugskosten. Im Falle einer gebrauchten Immobilie können auch erhebliche Modernisierungskosten hinzukommen.

Welche Immobilie passt zu meinen Bedürfnissen?

Hier lautet das Stichwort „Wohngegend“. Welche Gegend passt zu Ihnen, Ihrer momentanen und insbesondere auch Ihrer zukünftigen Lebenssituation? Eher städtisch oder am Stadtrand? Wie sieht es mit der regionalen Infrastruktur aus? Einkaufen, Kindergarten, Schulen, Freizeitangebote – all das gilt es bei der Auswahl der Wohngegend zu beachten. Zudem sind Lage und Wohngegend wichtige Kriterien für den Wert – und auch für den Wiederverkaufswert – der Immobilie. Schließlich sollte sich die Investition, die Sie mit dem Kauf tätigen, ja auch rentieren. Also im Falle eines Verkaufs, bestenfalls eine Rendite abwerfen.

Suchen und finden – so kann es klappen!

Steht die Wohngegend fest, dann geht es an die Suche. Hier ist Geduld gefragt, da der Immobilienmarkt in Deutschland schon seit Jahren zunehmend enger wird.

Ein paar hilfreiche Tipps zur Suche:

  • Neben den großen Immobilienportalen im Internet sollten Sie in der von Ihnen gewünschten Wohngegend regionale Werbe- und Anzeigenblätter durchforsten.
  • Manchmal helfen auch Suchanzeigen in diesen Blättern oder auch einfache Aushänge in lokalen Supermärkten, Discountern oder Schwarzen Brettern.
  • Machen Sie es wie bei der Jobsuche: erzählen Sie überall, dass Sie da und dort eine neue Wohnung oder ein altes Haus kaufen wollen. Nutzen Sie auch, falls vorhanden, Ihre sozialen Netzwerke.
  • Schalten Sie einen Fachmann oder einen Makler ein. Sicherlich ist ein Makler ein Kostenfaktor, doch gerade in gefragten Gebieten kennt er die Marktlage und die Preissituation sehr gut.

Generell kann man sagen: Wenn Sie ein Haus kaufen möchten, nehmen Sie sich für die Recherchephase ausreichend Zeit und rechnen Sie nicht mit schnellen Ergebnissen. Der Überblick über die Marktlage kann sich manchmal über Jahre hinweg hinziehen – und hängt sicherlich auch davon ab, inwieweit Sie hier Zeit investieren können.

Immer ein besonderes Highlight: die Hausbesichtigung

Wenn Sie dann ein Exposé mit Fotos und Baubeschreibung in der Hand halten, das Ihnen zusagt, dann geht es zum sicherlich aufregendsten Schritt beim Immobilienkauf: der Vor-Ort-Besichtigung. Und auch hier sind gute Planung und Vorbereitung gefragt. Denn jetzt gilt es zu klären, ob die Realität – also Zustand, Grundriss und Raumaufteilung – wirklich Ihren Bedürfnissen entspricht.

Prüfen Sie anhand dieser Checkliste im Einzelnen:

  • Außenwirkung: Umfeld, Lärm, Parkplatz für Auto, Stellplatz für Fahrrad
  • Immobilie: Zustand von Fassade, Treppenhaus, Dach, Fenstern, Dämmung
  • Grundriss: Schnitt der ZiUnd: Holen Sie sich – falls nötig – fachlichen Rat bei einem Bausachverständigen, der für Sie die Bausubstanz der Immobilie unter die Lupe nimmt!mmer, Lichtverhältnisse, Ausrichtung Balkon/Terrasse/Garten
  • Innenzustand: Türen, Böden, Wände, Decken, Heizungsanlage
  • Energiebilanz: Prüfen Sie den Energieausweis, den Ihnen der Verkäufer aushändigen muss
  • Zustand der einzelnen Räume:
    • Gibt es feuchte Stellen oder gar Schimmelbildung?
    • Sind alle erforderlichen Anschlüsse, Steckdosen und Sicherungen vorhanden?
    • Welche Modernisierungsarbeiten sind erforderlich?

Wichtig vor allem: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Besichtigung – und gehen Sie vor und nach dem Termin die Gegend ab und sammeln Sie so viele Informationen von Anwohnern, Nachbarn und sonstigen Personen wie möglich!

Und: Holen Sie sich – falls nötig – fachlichen Rat bei einem Bausachverständigen, der für Sie die Bausubstanz der Immobilie unter die Lupe nimmt!

Wir helfen Ihnen gerne beim passenden Finanzierungskonzept

Nach sorgfältiger und vor allem mehrfacher Überprüfung des Hauses oder der Eigentumswohnung geht es dann um die Frage der konkreten Finanzierung. Erst wenn Laufzeit, Zinsen und Tilgung der Baufinanzierung genau zu Ihren persönlichen Lebensumständen passen, haben Sie ein Finanzierungskonzept für den Hauskauf, das wirklich funktioniert. Nichts ist schlimmer, als wenn Sie durch die monatliche Belastung auf vieles verzichten müssen, was Sie sich vorher leisten konnten. Dann kann eine Immobilie vom Traum schnell zum Alptraum werden. Üblicherweise wird ein Immobilienkredit als sogenanntes Annuitätendarlehen ausgegeben, also mit einer festen monatlichen Zahlungsrate im Rahmen der Zinsbindungsfrist. Wir beraten Sie gerne und finden ein für Sie maßgeschneiderten Finanzierungsmodell.

Konditionsrechner

Einen ersten Ein- und Überblick über ein mögliches Finanzierungskonzept bietet Ihnen unser Konditionsrechner.

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Unterschrift und Grundbuch

Nach der schriftlichen Finanzierungszusage der Bank steht nur noch der Notartermin an, bei dem der Kaufvertrag vorgelesen und unterzeichnet wird. Diese Kaufverträge, die der Notar für Sie ausformuliert, sind im Allgemeinen sehr lang und leider auch sehr kompliziert geschrieben. Nehmen Sie sich in jedem Fall ausreichend Zeit, den Vertrag zu lesen und fragen Sie unbedingt alles nach, was Sie nicht verstehen! Sind Sie und der Verkäufer sich dann über alles einig, wird der Vertrag im Beisein des Notars unterzeichnet. Wenn ein paar Wochen später der Eintrag im Grundbuch vorgenommen wird, sind Sie schließlich der offizielle Eigentümer.

Mit Versicherungen die Risiken minimieren

Wie eingangs geschildert, geht ein Eigentümer einige finanzielle Verpflichtungen ein. Diese Risiken sollten durch entsprechende Versicherungen abgedeckt werden. Die wichtigste ist sicherlich die Wohngebäudeversicherung, die Schäden am Gebäude und an festem Inventar absichert. Wer hingegen will, dass auch Mobiliar oder ähnliche Dinge bei Beschädigungen ersetzt werden, sollte eine Hausratversicherung abschließen.

Santander Baufinanzierung

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